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https://www.dergrossebruder.org/times/20060714152000.html
14.07.2006
Kampagne gegen Urheberrechtsreform
Berlin* Die Verbraucherschutzzentralen fordern von der Bundesregierung eine Überarbeitung des Entwurfs zum neuen Urheberrecht. Gleichzeitig mahnen sie einige Vertreiber digitaler Medien wegen Verstößen gegen den Verbraucherschutz ab.
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Der Bundesverband der Verbraucherschutzzentralen (vzbv) greifen nun aktiv in die Diskussion um die Reform des Urheberrechts ein, da sie durch den gegenwärtigen Entwurf eine Entrechtung der Verbraucher sehen. Sie rufen zu einer Brief- und Emailaktion auf, die die Bundestagsabgeordneten für das Thema sensibilisieren soll.

Ein Musterbrief liegt hierzu in allen Verbraucherzentralen aus und ist auch online verfügbar. Ziel ist es, Lobbying im Sinne der Verbraucher zu betreiben und dem Lobbying der Musikindustrie entgegenzuwirken. Damit soll das Recht auf Privatkopien erhalten und eine Kriminalisierung von Verbrauchern als Raubkopierer verhindert werden. Dies wird auch durch eine Studie des vzbv untermauert, die aufzeigt, dass "Nutzungsbedingungen, Kopierschutzsysteme und ein löchriges Urheberrecht [...] die digitale Medienwelt für Konsumenten zu einem rechtlosen Raum" machen, wie es Patrick von Braunmühl, stellvertretender Vorstand, formulierte.

Infolge dieser Tendenzen hat sich der vzbv auch entschlossen, Anbieter von Software und Musikdateien abzumahnen, namentlich wurden Apple mit dem Dienst iTunes[1], die Deutsche Telekom AG (T-Com) u.a. mit Musicload[2], Nero[3] und ciando[4] genannt.

Deshalb fordern die Verbraucherschützer konkret:

-- Thomas Mayer --