bild.png schrift.png
times miniwahr prolesviertel kastanienbaum innerepartei
 
Mo, 13. Oktober 2008
Impressum   de : en : fr
HTTP ist unsicher,
benutzen Sie HTTPS!
(SSL und Datenschutz)
DER GROSSE BRUDER
2000 - 2008
11.11.2006
Mehr Videoüberwachung für Deutschland gefordert
Berlin* Der Haushaltsausschuss des Bundestags genehmigt 132 Mio. EUR zur Stärkung der Inneren Sicherheit. Kanzlerin Merkel und Generalbundesanwältin Harms sprechen sich für mehr Videoüberwachung aus.
video_pikto.png

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am vergangenen Freitag die Geldmittel von insgesamt 132 Mio. EUR für das Programm zur Stärkung der Inneren Sicherheit (PSIS) des Bundesinnenministeriums (BMI) beschlossen. Das Geld soll für eine verbesserte Fandung im Internet und die Sicherung der Infrastruktur eingesetzt werden, um terroristische Bedrohungen frühzeitig entdecken zu können.

Das BMI nimmt hierbei Bezug auf die versuchten Kofferbombenanschläge auf Regionalbahnen im August. Deshalb sollen mehr Sprengstoffspürhunde ausgebildet werden und Wärmebildkameras für Hubschrauber angeschafft werden, die zur Überwachung von Eisenbahnstrecken dienen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer wöchentlichen Videobotschaft zu einer Ausweitung der Videoüberwachung aufgerufen, um Terrorismus aber auch rechtsextreme Gewalttäter besser verfolgen zu können. Zwar sei Deutschland ein sehr sicheres Land, wenn man die Zahlen nüchtern betrachte, jedoch sei in der Bevölkerung ein diffuses Gefühl von Gefahr vorhanden, dem man mit diesem Mittel entgegenwirken könne. Auch will sich die Kanzlerin während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für eine Stärkung der EU-weiten Zusammenarbeit von Polizeien stark machen.

In einem Interview mit Bild am Sonntag sprach sich Generalbundesanwältin Monika Harms ebenfalls für mehr Überwachung aus, um dem islamistischen Terrorismus begegnen zu können. Harms wörtlich: "Die Bevölkerung in Deutschland möchte einerseits maximalen Schutz. Auf der anderen Seite ist sie oftmals nicht bereit, Einschränkungen hinzunehmen - etwa eine stärkere Videoüberwachung auf Bahnhöfen."

-- Thomas Mayer --

druckansicht rss kommentartop
Ihre Meinung zu diesem Artikel [ alle Kommentare zu diesem Artikel im Forum ]
Anzeige
Letzte Nachrichten zum Thema:
Berlin/Kiel * Im Datenschutzskandal ist kein Ende in Sicht. Vergangene Woche berichtete die TAZ über den illegalen Handel von Adreßmittlern mit Daten der Meldeämter in mindestens acht Fällen. Bis zu 72 Millionen Datensätze seien dabei jeweils betroffen. [02.09.2008]
Washington D.C. * Wie die Washington Post gestern berichtete, hat das US-Heimatschutzministerium unter Verschluß gehaltene Zoll-Richtlinien veröffentlicht: Demnach darf der US-Zoll auch ohne konkreten Verdacht Laptops und Speichermedien durchsuchen und konfiszieren. [02.08.2008]
Berlin * Die Bundesregierung hat am 23. Juli den neuen, biometrischen Personalausweis in Scheckkartenform für 2010 beschlossen. Auf Wunsch werden Fingerabdrücke aufgenommen; und der Ausweis kann zudem als digitaler Identitätsnachweis (eID) verwendet werden. [27.07.2008]

BERICHTE IN MINIWAHR:
Thomas Mayer am 06.09.2007
Immer mehr Details zu den geplanten Online-Durchsuchungen durch das Bundeskriminalamt werden bekannt. Eine kurze Übersicht über die rechtlichen und technischen Aspekte des als Remote Forensic Software (RFS) bezeichneten Programms.
Peter Ulber und Peter Ulber am 19.06.2004
Die Berliner Verkehrsbetriebe rüsten nach und nach ihre Straßenbahnen mit Überwachungskameras aus. Alle U-Bahnhöfe werden bereits videoüberwacht. Weitere Themen: Das neue Ticketsystem tick.et und die mobile Fahrplanauskunft der BVG.
Peter Ulber am 07.12.2003
Vor allem in Finnland, aber auch in Schweden, Norwegen und Dänemark finden wir zahlreiche optoelektronische Überwachungssysteme, wie ein kleiner Spaziergang durch die skandinavischen Metropolen belegt.


cc_by-nc-sa_3.0     Valid HTML 4.0!    Valid CSS!    CAcert secured