Unternehmen überwachen ihre Angestellten – nichts Neues. Auch die Kontrolle ihres E-Mail-Verkehrs oder ihrer Internetaktivitäten (z.B. mit dem Programm Smart Filter von Siemens) ist längst schon bekannt. Nun gibt es die erste Studie in den USA, die diese Tendenzen verharmlosen will.
Erstaunlich ist die Tatsache, dass diese Studie von einer Organisation, die sich um die Privatsphäre der User kümmert, herausgegeben wurde. Demnach ist die Kontrolle der E-Mails weit weniger häufig, als bisher angenommen, sogar geringer als in einer Studie der American Management Association behauptet wird. Allerdings ist die Quote der überwachten Mitarbeiter mit 35% (USA) bzw. 27% (weltweit) der Angestellten mit Internetzugang immer noch hoch. Großteils soll jedoch nur stichprobenartige Kontrolle durchgeführt werden, was als weniger schlimm erachtet wird.
Daneben soll die Kontrolle am Arbeitsplatz als weniger schlimm erachtet werden, als dies bisher geschah: Dies geschehe nicht zum Zweck, die Angestellten auszuspionieren, sondern um die Sicherheit der Firma zu gewährleisten, z.B. während eines laufenden Gerichtsverfahrens oder beim Verdacht auf den Verkauf geschäftsrelevanter interner Daten. Um also das Unternehmen zu schützen, sei es als erlaubt, bestimmte „Schutzmaßnahmen“ zu ergreifen. Dazu gehöre nun einmal auch die Überwachung des E-Mail-Verkehrs einzelner Mitarbeiter.
Ist damit bereits alles erledigt? Mitnichten. Elektronische Kontrolle der Angestellten ist weiterhin auf dem Vormarsch, und jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass er am Arbeitsplatz überwacht werden könnte.