Adobe läßt Anklage fallen

Adobe läßt die Klage gegen Dmitry Sklyarov nach massiven Protesten gegen dieses Verfahren fallen. Dies verkündete Adobe nach einem Treffen mit Vertretern der Electronic Frontier Foundation. Der Softwarentwickler und Hacker bleibt aber vorerst weiterhin in Haft, bis die US-Staatsanwalt den Fall ebenfalls zu den Akten legt.

Der Entwickler des eBook-Entschlüsselungsprogramms, Dmitry Sklyarov, wurde nach dem DEF CON Nine am 13.-15. Juli 2001 in Las Vegas, Nevada USA, am 16. Juli 2001 vom FBI festgenommen. Am Vortrag seiner Verhaftung hatte Dmitry Sklyarov einen Vortrag über „eBook-Sicherheit: Theorie und Praxis“ auf dem Hackertreffen gehalten.
Im Juni stellten er zusammen mit anderen Programmierern den Advanced eBook Processor bei Elcomsoft vor.
Das Tool konvertiert Dateien aus dem eBook-Format ins PDF-Format und erlaubt es den Anwendern damit, legal erworbenen Text zu sichern oder auch auf Systemen ohne eBook-Reader zu lesen. Adobe warf ihm daraufhin vor, mit dieser Software gegen das Digital Millennium Copyright Act aus dem Jahre 1998 zu verstoßen. Dieser Vorwurf führte schließlich zur Verhaftung vom Dmitry Sklyarov und einem seiner Mitarbeiter von Elcomsoft am Morgen des 16. Julis 2001 vor dem Alexis Park Hotel in Las Vegas durch zwei FBI-Beamte.
Die Verhaftung löste Proteste unter anderem durch die Electronic Frontier Foundation aus. Auch fanden sich im Netz Boykottaufrufe gegen Adobe und eine Mailingliste zur Befreiung Skylarovs.

 Autor: Peter Ulber
 Veröffentlichung: 25. Juli 2001
 Kategorie: Nachricht
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